Barbarian
| Barbarian | |
|---|---|
| |
| Entwickler | Psygnosis |
| Genre | Plattformspiel |
| Modus | Einzelspieler |
| Plattformen | Amiga, Atari ST, Commodore 64, MS-DOS, Amstrad CPC, ZX Spectrum, MSX |
| Engine | Proprietär |
| Erscheinungsdatum | 1987 (Amiga, Atari ST), 1988 (weitere Systeme) |
| Altersempfehlung | Keine offizielle USK, PEGI nicht vergeben |
| Sprache | Englisch |
| Website | Hall of Light Eintrag |
Überblick
"Barbarian" ist ein 1987 veröffentlichtes Computerspiel, das von Psygnosis entwickelt und zunächst für den Amiga und den Atari ST veröffentlicht wurde. Es handelt sich um ein Plattformspiel mit Action-Elementen, das den Spieler in die Rolle des Kriegers Hegor versetzt. Ziel ist es, verschiedene unterirdische Schauplätze zu durchqueren, die von Monstern und Fallen bevölkert sind. Das Spiel wurde später auf mehrere Heimcomputer portiert, darunter Commodore 64, MS-DOS, Amstrad CPC, ZX Spectrum und MSX. Charakteristisch ist die grafische Gestaltung, die durch das Cover-Artwork des Künstlers Roger Dean besondere Aufmerksamkeit erhielt. Die Veröffentlichung fiel in eine Phase, in der der Amiga als leistungsfähige Spieleplattform zunehmend an Bedeutung gewann.[1]
Handlung
Die Handlung von "Barbarian" ist in einer Fantasy-Welt angesiedelt, in der der Spieler die Figur Hegor steuert. Hegor muss sich durch eine Reihe von Dungeons und unterirdischen Landschaften kämpfen, um den bösen Zauberer Necron zu besiegen. Die Spielwelt ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die jeweils unterschiedliche Gegner und Hindernisse bereithalten. Die Geschichte wird nicht durch Zwischensequenzen oder umfangreiche Texte vermittelt, sondern ergibt sich aus der Abfolge der Level und der Konfrontation mit den Gegnern. Der narrative Rahmen ist bewusst knapp gehalten, um den Fokus auf die spielerische Herausforderung zu legen. Dennoch vermittelt die Gestaltung der Umgebungen eine klare Atmosphäre, die an klassische Schwert-und-Sorcery-Szenarien erinnert.[2]
Spielmechanik
Das Spielprinzip von "Barbarian" basiert auf einer Mischung aus Plattform- und Actionelementen. Der Spieler bewegt Hegor seitlich durch die Level, springt über Abgründe, weicht Fallen aus und bekämpft Gegner mit dem Schwert. Die Steuerung ist vergleichsweise direkt, wobei die Animationen für die damalige Zeit als aufwendig galten. Ein besonderes Merkmal ist die Eröffnungssequenz, in der Hegor eine Kette mit dem Schwert durchtrennt, was den technischen Anspruch der Entwickler unterstreicht. Die Levelgestaltung ist linear, erfordert aber präzises Timing und schnelle Reaktionen. Gegner reichen von einfachen Kreaturen bis hin zu stärkeren Monstern, die mehrere Treffer benötigen. Der Schwierigkeitsgrad ist hoch angesetzt, was den Wiederspielwert erhöht und das Spiel zu einer Herausforderung für erfahrene Spieler machte.[3]
Entwicklung und Veröffentlichung
"Barbarian" wurde von Psygnosis entwickelt, einem britischen Studio, das in den 1980er-Jahren für seine technisch ambitionierten Titel bekannt war. Die Erstveröffentlichung erfolgte 1987 für Amiga und Atari ST, zwei Plattformen, die durch ihre grafischen und akustischen Möglichkeiten neue Maßstäbe setzten. In den folgenden Jahren erschienen Umsetzungen für weitere Systeme, um eine breitere Zielgruppe zu erreichen. Die Covergestaltung durch Roger Dean trug wesentlich zur Wiedererkennbarkeit des Spiels bei, da seine Arbeiten bereits durch Plattencover im Bereich der Rockmusik bekannt waren. Die Vermarktung setzte stark auf die visuelle Präsentation, was dem Spiel zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffte. Trotz der Konkurrenz durch andere Actiontitel konnte sich "Barbarian" durch seine audiovisuelle Gestaltung und den hohen Schwierigkeitsgrad profilieren.[4]
Rezeption
Die zeitgenössische Kritik zu "Barbarian" fiel gemischt bis positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die grafische Gestaltung, die Animationen und die atmosphärische Präsentation. Kritisiert wurde hingegen der hohe Schwierigkeitsgrad, der für viele Spieler frustrierend wirken konnte. In Fachzeitschriften erhielt das Spiel dennoch überwiegend gute Bewertungen, da es die technischen Möglichkeiten des Amiga eindrucksvoll demonstrierte. Auch die Musik und Soundeffekte wurden als stimmungsvoll beschrieben, wenngleich sie im Vergleich zu späteren Produktionen noch einfach wirkten. Rückblickend gilt "Barbarian" als ein Beispiel für die frühen Versuche, Action- und Plattformmechaniken auf den damals neuen 16-Bit-Systemen umzusetzen. Das Spiel wird heute häufig in Sammlungen klassischer Amiga-Titel aufgeführt und hat durch seine Präsentation einen festen Platz in der Geschichte der Heimcomputer-Spiele.[5]
Nachwirkung
"Barbarian" erhielt 1991 eine Fortsetzung mit dem Titel "Barbarian II", die das Spielprinzip erweiterte und neue Umgebungen einführte. Auch wenn die Reihe nicht den gleichen Bekanntheitsgrad wie andere Produktionen von Psygnosis erreichte, blieb sie durch ihre visuelle Gestaltung und die Verbindung mit dem Namen Roger Dean in Erinnerung. Das Spiel wird in Retrospektiven häufig als typisches Beispiel für die Ära der späten 1980er-Jahre genannt, in der Entwickler versuchten, die technischen Möglichkeiten der Heimcomputer mit anspruchsvollem Gameplay zu verbinden. In der Amiga-Szene gilt "Barbarian" bis heute als ein Titel, der den Übergang von einfachen Actionspielen zu komplexeren Plattformabenteuern markierte. Die Veröffentlichung auf mehreren Plattformen trug dazu bei, dass das Spiel international bekannt wurde und bis heute in Datenbanken und Archiven dokumentiert ist.[6]
Quellennachweise
- ↑ https://en.wikipedia.org/wiki/Barbarian_(1987_video_game)
- ↑ https://www.gamesdatabase.org/game/commodore-amiga/barbarian
- ↑ https://amiga.abime.net/games/view/barbarian-the-ultimate-warrior
- ↑ https://en.wikipedia.org/wiki/Barbarian_(1987_video_game)
- ↑ https://amiga.abime.net/games/view/barbarian-the-ultimate-warrior
- ↑ https://www.gamesdatabase.org/game/commodore-amiga/barbarian
