Psychotropika

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[griech. psyche "Seele" und tropos "Richtung"]

Psychotropika umfassen eine Vielzahl chemischer Verbindungen, die unterschiedlich stark auf Wahrnehmung, Stimmung, Bewusstsein oder Verhalten einwirken können. Dazu zählen nicht nur Arzneimittel, sondern auch Stoffe mit kulturell verbreiteter Nutzung wie Alkohol, Koffein und Nikotin, die das Zentralnervensystem beeinflussen. [1]

In der klinischen Praxis werden psychotrope Wirkstoffe nach ihrer Hauptwirkung eingeteilt, etwa in Antidepressiva, Anxiolytika, Hypnotika und Antipsychotika. Diese Gruppen dienen der Behandlung bestimmter psychischer Zustände wie depressiver Episoden, Angststörungen, Schlafstörungen oder Psychosen. [2]

Die Wirkung beruht in vielen Fällen auf der Beeinflussung von Botenstoffen im Gehirn, etwa Serotonin, Dopamin oder Gamma-Aminobuttersäure, wodurch neuronale Signalwege moduliert werden. [3]

Neben der therapeutischen Anwendung können einige Psychotropika Abhängigkeitspotenzial besitzen oder unerwünschte Effekte hervorrufen, insbesondere bei unsachgemäßer Einnahme oder Missbrauch. [4]

Internationale Abkommen wie das Übereinkommen von 1971 über psychotrope Stoffe regeln Produktion und Umgang mit bestimmten Substanzen. [5]

Quellennachweise