Pohlmann-Decke

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Eine Pohlmann-Decke (auch Rahmenzelldecke oder Pohlmann-Rahmenzelldecke) ist eine früh im 20. Jahrhundert verwendete Eisenbetonrippendecke, die insbesondere zur Verbesserung der Steifigkeit und der Wärmedämmung von Gebäuden entwickelt wurde. Sie gehört zur Gruppe der Rahmenzelldecken.

Konstruktion

Pohlmann-Decke

Die Decke besteht aus einem Gitter von Stahlträgern oder -rippen, die in Beton eingebettet sind. Zwischen den Rippen werden Betonkassetten eingesetzt. Zur zusätzlichen Dämmung und zur Verbesserung des Schallschutzes wurden die Betonkassetten häufig mit einer Schilfrohrmatte ausgekleidet. Außerdem wurden sie teergetränkter Pappe ausgelegt, um Feuchtigkeit zu reduzieren und die Langlebigkeit der Konstruktion zu erhöhen. Die Pohlmann-Decke ist damit eine Kombination aus tragendem Rippenrahmen und gefüllten Kassetten, wodurch eine leichte, aber gleichzeitig stabile Decke entsteht.

Verwendung

Pohlmann-Decken wurden vor allem in Wohn- und Verwaltungsgebäuden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingesetzt. Durch die modulare Bauweise war eine schnelle Montage möglich. Mit der Weiterentwicklung moderner Stahlbeton- und Fertigdeckensysteme verlor die Pohlmann-Decke jedoch an Bedeutung.

Vorteile

  • Verbesserte Steifigkeit durch Eisenbetonrippen
  • Zusätzliche Wärme- und Schalldämmung durch Schilfrohrmatte und Pappe
  • Relativ leichtes System im Vergleich zu Massivdecken

Nachteile

  • Aufwendige Herstellung der Betonkassetten
  • Empfindlichkeit der Pappe gegenüber Feuchtigkeit im Langzeitverlauf
  • Heutigen Standards an Wärmedämmung und Tragfähigkeit teilweise nicht mehr ausreichend