Zohran Mamdani

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   Zohran Kwame Mamdani
Zohran Kwame Mamdani
Alternativnamen
Kurzbeschreibung US-amerikanischer Politiker
Geburtsdatum 18 December 1991
Alter
   35 Jahre
Geburtsort Kampala, Uganda
Staatsangehörigkeit Vereinigte Staaten
Tätigkeitsfeld Politik
Bekannt für Bürgermeister von New York City (seit 2025)
Aktiv seit 2018
Werke (Auswahl)
Webseite https://mamdanifornewyork.com/



Zohran Kwame Mamdani (*18. Dezember 1991 in Kampala, Uganda) ist ein US-amerikanischer Politiker und Mitglied der Democratic Socialists of America. Seit 2025 ist er Bürgermeister von New York City. Mamdani wurde als Sohn des Politikwissenschaftlers Mahmood Mamdani und der Regisseurin Mira Nair geboren. Er wuchs in einer muslimischen Familie auf und bezeichnet sich selbst als gläubigen Muslim. 1999 zog die Familie in die Vereinigten Staaten und ließ sich in New York City nieder. Er studierte am Bowdoin College und arbeitete anschließend in sozialen Organisationen in Queens. 2020 wurde Mamdani in die New York State Assembly gewählt, wo er den 36. Distrikt (Astoria) vertrat. Dort setzte er sich vor allem für Themen der Wohn- und Sozialpolitik ein und galt als einer der bekanntesten Vertreter des linken Flügels innerhalb der Demokratischen Partei in New York.

Im Jahr 2025 kandidierte Mamdani für das Amt des Bürgermeisters von New York City. Seine Kampagne konzentrierte sich auf Mieterschutz, öffentliche Infrastruktur und soziale Gerechtigkeit. Unterstützt wurde er von Gewerkschaften, Aktivisten und progressiven Gruppen. In der Stichwahl setzte er sich mit rund 52 Prozent der Stimmen gegen den republikanischen Gegenkandidaten durch. Sein Wahlsieg wurde als politischer Einschnitt gewertet, da erstmals ein Kandidat der Democratic Socialists of America sowie der erste muslimische Politiker dieses Amt übernahm. Nach seinem Amtsantritt kündigte Mamdani Verwaltungsreformen und eine stärkere Bürgerbeteiligung an.

Kontroversen

Ein kritischer Blick auf die Haltung von Zohran Mamdani zur Organisation Hamas und zum ­Staat Israel zeigt mehrere Aspekte, die Anlass zu Diskussionen geben. Zunächst verweigerte Mamdani im September 2025 eine klare Verurteilung von Hamas, als er gefragt wurde, ob er die Aussage des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu teile, dass "Hamas eine Terrororganisation sei, die vernichtet werden muss". Er antwortete: "Ich werde nicht die Worte von Benjamin Netanyahu wiederholen … meine Politik baut auf Universalität." [1] Kritiker sehen hierin eine problematische Zurückhaltung gegenüber einer Gruppe, die international als Terrororganisation eingestuft ist.

Zweitens bezeichnete Mamdani das Vorgehen Israels im Gazakonflikt wiederholt als "Genozid" und sprach von "Apartheid" im Verhältnis zu den Palästinensern. In einer Sendung sagte er: «Of course I have called October 7 what it was … a horrific war crime … because what we see is … I described what’s happening in Gaza as a genocide.» [2] Diese starken Begriffe verschärfen den Konflikt und werden von israelischen Regierungsstellen als einseitig und delegitimierend bewertet. So schrieb das israelische Außenministerium: "Er hat gewählt, als Sprachrohr von Hamas-Propaganda zu agieren … indem er Hamas-Lügen wiedergibt, entschuldigt er Terror und normalisiert Antisemitismus." [3]

Drittens unterstützt Mamdani die Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS Movement) gegen Israel ausdrücklich mit dem Verweis auf internationales Recht. "Meine Unterstützung für BDS ist konsistent mit dem Kern meiner Politik, nämlich Gewaltlosigkeit und die legitime Forderung nach Einhaltung des Völkerrechts", erklärte er. [4] Gegner dieser Haltung warnen, dass BDS in ihrer Wirkung das Existenzrecht Israels als jüdischem Staat infrage stellt und damit nicht nur politische Kritik übt, sondern auf eine grundlegende Delegitimierung hinausläuft.

In der Zusammenfassung lässt sich festhalten: Zwar hat Mamdani mehrfach Gewaltakte von Hamas verurteilt, jedoch wird sein Umgang mit der Gruppe sowie seine Sprache gegenüber Israel von vielen als unzureichend deutlich und ausgewogen bewertet. Die Kombination aus Zurückhaltung bei Hamas-Verurteilungen, scharfer Rhetorik gegenüber Israel und Unterstützung von BDS führt dazu, dass er sowohl in jüdischen Gemeinschaften als auch in der israelischen Regierung starken Widerstand erfährt.

Quellennachweise