Koptische Sprache

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Die in Ägypten etwa vom 2. bis 17. Jahrhundert n. Chr. gesprochene Sprache, die, vom 10. Jahrhundert ab durch das Arabische mehr und mehr zurückgedrängt, sich schließlich in die ägyptischen Klöster flüchtete, jetzt aber völlig erloschen ist. Sie ist von großer Bedeutung, insofern sie das Haupthilfsmittel für die Entzifferung der altägyptischen Denkmäler abgibt. Die koptische Sprache ist eine Tochtersprache der alten Sprache Ägyptens; außerdem ist sie mit den übrigen hamitischen Sprachen, entfernter mit den semitischen Sprachen verwandt. Der koptische Wortschatz ist aber größtenteils aus dem Griechischen entlehnt, und ebenso ist das koptische Alphabet dem griechischen nachgebildet, von dem es sich nur durch fettere und mehr gerundete Schriftzeichen und durch Hinzufügung einiger dem griechischen Alphabet fehlender Buchstaben, z. B. eines Zeichens für sch, unterscheidet. Das Koptische zerfiel in drei Dialekte: den von Memphis, den von Theben im Süden und einen Nördlichen. Die Litteratur ist durchaus christlich-theologischen Inhalts und besteht aus Übersetzungen der biblischen Schriften, Lebensbeschreibungen von Heiligen u. dgl., die meistens in den frühern Jahrhunderten n. Chr. verfasst sind.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Koptische Sprache aus dem Meyers Konversations-Lexikon aus dem Jahr 1889. Beachtet bitte, dass diese Information aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammt. Sie könnte inzwischen veraltet sein.


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