Metabolismus: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Stoffwechsel''', auch '''Metabolismus''' genannt, umfasst sämtliche chemischen und physikalischen Vorgänge im Organismus, die der Aufnahme, dem Transport, der Umwandlung und der Abgabe von Stoffen dienen. Er ist eine grundlegende Voraussetzung für das Leben und findet in jeder einzelnen Körperzelle statt. Der Stoffwechsel gliedert sich in verschiedene Teilprozesse, zu denen insbesondere Ernährung, Verdauung ([[Digestion]]), Aufnahme von Nährstoffen ins Blut ([[Resorption]]), Zellatmung ([[Respiration]]) sowie Ausscheidung ([[Exkretion]]) gehören. Diese Prozesse ermöglichen es dem Körper, Energie zu gewinnen, lebensnotwendige Substanzen bereitzustellen und nicht benötigte Stoffwechselprodukte auszuscheiden. | |||
Ein zentraler Bestandteil des Stoffwechsels ist der Energiestoffwechsel, bei dem Nährstoffe wie [[Kohlenhydrate]], Fette und Eiweiße in verwertbare Energieformen umgewandelt werden. Diese Energie wird etwa für Bewegung, Wärmeproduktion, [[Zellteilung]] und den Transport von Stoffen benötigt. Gleichzeitig sorgt der Baustoffwechsel dafür, dass neue Zellstrukturen gebildet und geschädigte Zellen repariert werden können. Dazu zählt etwa die Synthese von [[Protein]]en, die für den Erhalt von Muskeln, [[Enzym]]en und anderen körpereigenen Strukturen notwendig sind. | |||
Der menschliche Stoffwechsel ist eng mit [[hormon]]ellen und nervlichen Steuerungsmechanismen verknüpft. Organe wie [[Leber]], [[Bauchspeicheldrüse]], [[Nieren]] und [[Schilddrüse]] spielen dabei eine zentrale Rolle. Störungen im Stoffwechsel, wie sie etwa bei [[Diabetes mellitus]] oder [[Schilddrüsenerkrankungen]] vorkommen, können weitreichende Auswirkungen auf das körperliche Gleichgewicht haben. Auch äußere Faktoren wie Ernährung, Bewegung, Alter und Umweltbedingungen beeinflussen den Stoffwechsel. Trotz seiner Komplexität folgt der Stoffwechsel bestimmten Regelmäßigkeiten, die sich wissenschaftlich untersuchen und therapeutisch beeinflussen lassen. | |||
== Siehe auch == | |||
*[[Stoffwechselstörung]] | |||
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Version vom 26. Mai 2025, 21:15 Uhr
(griech. "Stoffwechsel")
Der Stoffwechsel, auch Metabolismus genannt, umfasst sämtliche chemischen und physikalischen Vorgänge im Organismus, die der Aufnahme, dem Transport, der Umwandlung und der Abgabe von Stoffen dienen. Er ist eine grundlegende Voraussetzung für das Leben und findet in jeder einzelnen Körperzelle statt. Der Stoffwechsel gliedert sich in verschiedene Teilprozesse, zu denen insbesondere Ernährung, Verdauung (Digestion), Aufnahme von Nährstoffen ins Blut (Resorption), Zellatmung (Respiration) sowie Ausscheidung (Exkretion) gehören. Diese Prozesse ermöglichen es dem Körper, Energie zu gewinnen, lebensnotwendige Substanzen bereitzustellen und nicht benötigte Stoffwechselprodukte auszuscheiden.
Ein zentraler Bestandteil des Stoffwechsels ist der Energiestoffwechsel, bei dem Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße in verwertbare Energieformen umgewandelt werden. Diese Energie wird etwa für Bewegung, Wärmeproduktion, Zellteilung und den Transport von Stoffen benötigt. Gleichzeitig sorgt der Baustoffwechsel dafür, dass neue Zellstrukturen gebildet und geschädigte Zellen repariert werden können. Dazu zählt etwa die Synthese von Proteinen, die für den Erhalt von Muskeln, Enzymen und anderen körpereigenen Strukturen notwendig sind.
Der menschliche Stoffwechsel ist eng mit hormonellen und nervlichen Steuerungsmechanismen verknüpft. Organe wie Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren und Schilddrüse spielen dabei eine zentrale Rolle. Störungen im Stoffwechsel, wie sie etwa bei Diabetes mellitus oder Schilddrüsenerkrankungen vorkommen, können weitreichende Auswirkungen auf das körperliche Gleichgewicht haben. Auch äußere Faktoren wie Ernährung, Bewegung, Alter und Umweltbedingungen beeinflussen den Stoffwechsel. Trotz seiner Komplexität folgt der Stoffwechsel bestimmten Regelmäßigkeiten, die sich wissenschaftlich untersuchen und therapeutisch beeinflussen lassen.