Plattentektonik

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Unter Plattentektonik versteht man den allgemeinen Aufbau der Erdoberfläche in verschiedenen Platten. Diese Erdplatten reiben aneinander, quetschen sich und tauchen unter andere Platten. Aus diesen Vorgängen entstehen Erdbeben, Vulkanausbrüche, Faltengebirge und die Kontinentalverschiebung. Die heuten Kontinente entstammen alle dem Urkontinent Pangäa.

Ein zentrales Element der Plattentektonik ist die Gliederung der Lithosphäre in mehrere große und zahlreiche kleinere Platten, die auf der zähplastischen Asthenosphäre gleiten. Die Bewegungsgeschwindigkeiten liegen meist im Bereich von wenigen Zentimetern pro Jahr und sind mit geodätischen Messmethoden nachweisbar.

An den Plattengrenzen werden drei Grundtypen unterschieden. An divergenten Grenzen, auch Spreizungszonen genannt, entsteht neue Erdkruste, etwa an mittelozeanischen Rücken. Konvergente Grenzen sind durch das Aufeinandertreffen von Platten gekennzeichnet, wobei es zur Subduktion oder zur Gebirgsbildung kommt. Transformstörungen verlaufen seitlich, ohne dass Kruste neu gebildet oder zerstört wird, sind jedoch häufige Ausgangspunkte starker Erdbeben.

Die Theorie der Plattentektonik entwickelte sich im 20. Jahrhundert aus der älteren Hypothese der Kontinentaldrift und gilt heute als grundlegendes Modell zur Erklärung globaler geologischer Prozesse. Sie wird durch Daten aus der Seismologie, Ozeanographie und Satellitengeodäsie gestützt.


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