Bücherskorpione als Symbionten der Bienen

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Der Biologe Torben Schiffer beschäftigt sich bereits seit 2006 im Rahmen des Beenature-Projects mit der Erforschung der Bücherskorpione als Symbionten der Bienen. Das seit Jahren fortschreitende Bienensterben geht oftmals auf Varroamilben zurück. Die weniger als 2 mm große Milbe parasitiert in Bienenstöcken und befällt die Brut. Meist wird der Milbenbefall (genannt Varroose) mit chemischen Präparaten bekämpft. Leider werden die Milben dagegen schnell resistent.

Torben Schiffer hält die Bücherskorpione für eine natürliche Waffe gegen den weltweit auftretenden Bienenschädling. Die wenige Millimeter großen Bücherskorpione sind sogenannte Pseudoskorpione. Obwohl sie den echten Skorpionen ähnlich sehen, sind sie mit ihnen nicht näher verwandt. Bücherskorpione sind für den Menschen sowie für die Bienen völlig ungefährlich. Für Milben sind sie jedoch ein gefürchteter Feind.

Die Ergebnisse dieser spannenden Wissenschaft wurden nun erstmals in einem Buch, die "Handlungsanleitung für artgerechte Bienenhaltung mit Pseudoskorpionen", für jeden interessierten Imker und Biologen zusammengefasst.

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Ein Bücherskorpion verspeist Varroamilben