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Astronomie und Raumfahrt

Blick in den kosmischen Kühlschrank

Rho-Ophiuchi.jpg

Im All herrscht dünne Luft. Ganz leer ist der Raum aber nicht: So wabern zwischen den Sternen kalte Staub- und Gaswolken, die im Wesentlichen aus Wasserstoff bestehen. Darunter finden sich seltene Moleküle wie H2D+ und D2H+, gebaut aus dem Wasserstoffatom (H) und seinem schwereren Isotop Deuterium (D). Deuterium, dessen Kern aus einem Proton und einem Neutron besteht, kommt im Universum etwa 100.000-mal seltener vor als gewöhnlicher Wasserstoff mit nur einem Kernproton. Daher lassen sich solche Moleküle schwer aufspüren. Einem Team am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie unter der Leitung von Bérengère Parise ist dieses Kunststück gelungen: Mit dem APEX-Teleskop haben die Forscher die Verteilung von D2H+ in der Rho-Ophiuchi-Dunkelwolke, einem Sternentstehungsgebiet, kartiert. [weiter...]


Weitere Meldungen:
» Jupiter aus einer anderen Galaxie
» Wie stark ist das Magnetfeld bei Himmelskörpern?

Biologie

Molekulare Algebra in Säugetierzelle

ETH-Forscher haben Säugetierzellen so umprogrammiert, dass sie wie ein Taschenrechner logische Rechenoperationen ausführen können. Diese Fähigkeit verdanken die Zellen einem der komplexesten genetischen Netzwerke, das je in eine höhere Zelle eingebaut wurde. [weiter...]


Weitere Meldungen:
» Was Wespen über Sex aussagen
» Trauern Schimpansen um ihre toten Kinder?
» Embryonalentwicklung in neuem Licht

Medizin

‎Zahnimplantate unter Strom

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Infektionen an Zahnimplantaten sind gefürchtet. Das Risiko ist gross, dass sich dadurch der Kieferknochen zurückbildet. Forschende der ETH und der Universität Zürich haben nun eine Methode entwickelt, die den entzündungsverursachenden Bakterien effizient zu Leibe rücken könnte. [weiter...]


Weitere Meldungen:

» Individuelle Proteinmuster für Krebsdiagnosen bestimmt
» Wann macht Stress krank?


Physik

Knobelspiel mit einem Quantenwürfel‎

Gaußsche Glockenkurve.jpg

Hinter jedem Zufall steckt ein Plan, zumindest in der Welt der klassischen Physik: Im Prinzip lassen sich hier alle Geschehnisse berechnen, auch der Fall eines Würfels oder der Ausgang eines Roulette-Spiels. Ein Gerät, das mit echtem Zufall arbeitet, haben Forscher am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts in Erlangen konstruiert. Ihre Apparatur liefert zufällige Zahlen, die prinzipiell nicht vorhergesagt werden können, und zwar mit Hilfe der Quantenphysik. Die Forscher nutzen aus, dass quantenphysikalische Messungen ein spezielles Ergebnis nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, also zufällig, ergeben können. Echt zufällige Zahlen werden benötigt, um Daten sicher zu verschlüsseln oder zuverlässig ökonomische Prozesse und Klimaveränderungen zu simulieren. [weiter...]

Archäologie

Greifswalder Forscher bergen mit ehrenamtlichen Helfern sensationellen Silberhortfund‎

Arabische Münzen.jpg

Ende August 2010 wurde im Kreis Ostvorpommern der bedeutendste frühmittelalterliche Schatz der vergangenen Jahrzehnte gefunden und geborgen. Zu den Funden gehört ein schwerer massiver Silberarmring, hergestellt im Wolga-Gebiet, und 82 Münzen und Münzfragmente. An der Bergung des Schatzes waren Wissenschaftler der Universität, Mitarbeiter des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege sowie ehrenamtliche Archäologen aus Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. [weiter...]


Gerontologie

Eine angeborene Lebensspanne gibt es nicht‎

Lebenserwartungskurve.jpg

Die Anzahl der Lebensjahre, die die Menschen in Gesundheit verbringen, wächst. Denn die Lebenserwartung von Männern und Frauen steigt nicht, weil sich der Alterungsprozess verlangsamt und verlängert, sondern vor allem, weil er immer später im Leben einsetzt. [weiter...]

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