Kapsid

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Ikosaeder-Kapside der Humanen Adenoviren unter dem Rasterelektronenmikroskop

(lat. capsula "Kapsel")

Als Kapsid (auch Capsid) wird die Proteinhaltige äußere Hülle von Viren bezeichnet, die das Erbgut des Erregers schützt. Viren mit einem Kapsid werden als behüllte Viren bezeichnet. Das Kapsid schützt das Erbgut nicht nur vor mechanischen und chemischen Einflüssen, sondern dient auch dazu, sich an die Zellmembrane zu haften und deren Beschädigung zu initiieren, um das Erbgutmaterial in das Zellinnere einzuschleusen.

Das Nukleokapsid ist ein von einer Membran umhülltes Kapsid, das direkt mit der Nukleinsäure assoziiert ist.

Ein Virus-Kapsid kann verschiedene Formen haben, wobei das Ikosaeder (Zwanzigflächner) die häufigste Form darstellt. Laut der Struktur des Kapsids werden Viren nach ihrer Taxonomie klassifiziert.